Hallo zusammen………

Dieser blog beschreibt die eigene Beschäftigung und Anwendung der Methode der Erinnerungspflege für alte und demenzkranke Menschen über einen Zeitraum von einem halben Jahr. Es befinden sich zur Zeit 33 Artikel auf insgesamt vier Seiten in diesem weblog. Wer bis zum Ende einer Seite gekommen ist, kommt durch einen click auf „older entries“ zu den vorangegangen Artikeln. Außerdem ist auf der rechten Seite eine Stichwortwolke mit verschiedenen Kategorien zu sehen, die ebenfalls angeclickt werden können. Bis auf weiteres ist mit diesem blog erstmal Schluß. Ich hoffe, daß für alle an diesem Thema Interessierten einige gute Anregungen für die soziale Betreuung von Demenzkranken dabei sind. Wer hier nichts Passendes findet, für den sind die links (rechts oben) vielleicht hilfreich.

(Da sich Webseiten schnell ändern können, wird für die Inhalte der verlinkten Seiten keine Haftung übernommen. Die  Rechte für alle Bilder u. Materialien sind  frei.  Sollte ich mich geirrt haben, bitte ich darum, vor einer Abmahnung Kontakt aufzunehmen, ich werde diese dann löschen)

Fotokarten…….

Wer keine Fotos selbst machen oder von flickr runterladen und dann laminieren kann oder dies nicht möchte, kann inzwischen auch auf viele Boxen mit Fotomaterial oder gemalten Bildern zurückgreifen. Allerdings sind diese oft recht teuer und wenn sie nur auf dünner Pappe sind, gehen sie auch schnell kaputt. Ein noch relativ billiges Buch (knapp 30 Euro) mit 30 Fotokarten und Geschichten zur Erinnerungspflege ist auf dem Foto oben abgebildet. Die Themen sind gut ausgewählt und die Fotos sind wirklich gelungen. Es gibt auch eine kurze Einführung und Anleitung zur Benutzung. Auf der Rückseite der Bilder sind kleine Geschichten zum Vorlesen, die als weitere Anregung fürs Erinnern dienen. Auch das Matrial der Fotokarten ist gutgewählt, da es abwaschbar und schwer zerreißbar ist (Größe ist ca. A5). Es funktioniert in der Praxis erstaunlich gut.

Ein anderes Beispiel ist die Box von Ute-Schmidt-Hackenberg „Anschauen und Erzählen“, bei der demenzkranke Menschen anhand der mitgelieferten Texte und gemalten Bilder „Gedankenspaziergänge“ in die frühere Erlebenswelt machen können (48 Euro). Da ich diese selbst nicht besitze, kann ich nicht viel dazu sagen. Nach einem kurzen Anschauen in der Buchhandlung, würde ich es aber nicht empfehlen, da es etwas „kindlich“ wirkt und auch teuer ist.

Veröffentlicht in: on Juli 25, 2008 at 2:15 pm  Kommentare (1)  
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Erinnerungssets

Wie schon beim „Waschtag“ beschrieben, ist es sinnvoll, sich zu den verschiedenen Themen „Sets“ zusammenzustellen. Als Thema, mit dem die alten Menschen vertraut sind, bietet sich auch das Thema „Wandern“ an. Ein alter Spazierstock, ein alter Rucksack und vielleicht eine Trinkflasche oder ähnliche Dinge reichen oft aus, um viele Erinnerungen zu wecken. Außerdem gibt es auch jede Menge Wanderlieder, die mit eingebaut werden können. Erleichternd ist dabei eine feste Struktur z.B. durch die Zeit: erst trifft man die Vorbereitungen, vielleicht zusammen mit dem Vater, der seine/n Sohn/Tochter mitnehmen will („Mein Vater war ein Wandersmann…..“); dann geht man schon morgens früh los, wenn noch der Tau auf den Wiesen liegt („Im Frühtau zu Berge wir ziehn“) usw…

Cds mit Instrumentalbegleitung

Für alle, die selbst kein Instrument spielen können, ist es bei Erinnerungsrunden mit Musik z.B. beim Thema Schlager schwieriger, diese einigermaßen „richtig“ mit den alten Menschen singen zu können. Dabei haben sich die Cds der Tageszentrums am Geierberg als sehr hilfreich erwiesen, die Schlager- aber auch Wander- oder auch Kirchenlieder als langsam eingespielte Instrumentalversionen anbieten. So fällt es leichter, den Ton zu treffen und die gemäßigte Geschwindigkeit erleichtert insbesondere Menschen mit Demenzerkrankungen, deren Denken und Handeln verlangsamt ist, das Mitsingen. Dazu sind auch Bücher mit den Texten in Großdruck erhältlich und es gibt die Cds auch mit Singstimme (alles relativ preiswert). Allerdings haben für die „Originale“, die es oft als billige Zusammenstellungen zu kaufen gibt, den Vorteil, „authentischer“ – eben genauso wie damals – zu klingen.

http://www.tageszentrum-am-geiersberg.de/

Waschtag

Als Thema für Erinnerungsrunden bietet sich auch der „Waschtag“ an. Bei vielen alten Menschen sind gerade diese alltäglichen Arbeiten lebhaft im Gedächtnis geblieben. Früher war die große Wäsche wegen der geringen technischen Hilfen eine viel größere Mühe als heute und dauerte meist den ganzen Tag. Lange Zeit wurde noch Waschbrett und Kernseife benutzt, bevor schließlich die ersten mechanischen und danach die elektrischen Waschmaschinen kamen, die wegen der großen Arbeitserleichterung von den meisten als regelrechte Wunder betrachtet wurden. Für eine Runde lassen sich ein paar Wäscheklammern (übrigens auch ein Klassiker aus den 10-Minuten-Aktivitäten) oder ein Stück Kernseife leicht organisieren. Auch alte Bügeleisen findet man auf dem Flohmarkt oder im Trödelladen, Waschbretter sind schon schwieriger zu bekommen. Außerdem lässt sich dieses Thema gut strukturieren, da die Arbeitsabläufe die Struktur schon vorgeben: Erst Einweichen, dann Waschen, danach Aufhängen und schließlich Bügeln. Es gibt auch ein Lied über die Wäsche („Wer will fleißige Waschfrauen sehen………..“), bei dem in jeder Strophe die einzelnen Aktivitäten vorkommen, die sich dann „pantomimisch“ nachmachen lassen.

Veröffentlicht in: on Juli 15, 2008 at 12:27 pm  Kommentare (1)  

Düfte und Gerüche

Zur Unterstützung der Erinnerung können auch Duftstoffe oder Aromaöle verwandt werden, was vielen vom Snoezelen oder der basalen Stimulation her vertaut sein könnte. Der Geruch bestimmter Düfte erzeugt im Gehirn relativ unmittelbar Vorstellungen bzw Assoziationen von dem, was damit einmal verbunden war. Damit können diese auch wie ein „Trigger“ oder „Türöffner“ wirken (ähnlich wie die altvertrauten Gegenstände bei den 10-Minuten-Aktivitäten). Dabei haben die verwendeten Mittel den Vorteil, intensiver und „reiner“ zu sein, als dies bei Gegenständen wie z.B. Blumen der Fall ist. Wie eigentlich immer bei der Erinnerungspflege spielt die individuelle Biographie eine große Rolle. Es können Abneigungen gegen oder Vorlieben für bestimmte Gerüche vorhanden sein, die sich aus der Lebengeschichte ergeben, ebenso natürlich körperlich bedingte Abwehr z.B. bei Allergien, was vorher geklärt sein sollte. Neben den individuellen Vorlieben bieten sich natürlich Gerüche an, die an bestimmte Jahreszeiten erinnern wie z.B. Frühlings- oder Weihnachtsdüfte, die es in vielen Geschäften günstig zu kaufen gibt.

Veröffentlicht in: on Juli 10, 2008 at 6:28 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Die psycho-biographische Methode…..

………..wurde von dem Österreicher Erwin Böhm, der lange Zeit mit demenzkranken Menschen geárbeitet hat, entwickelt. Heute ist er meines Wissens als Dozent tätig. Die Methode basiert auf psychoanalytischen und gesprächspsychologischen Grundlagen, wobei der Biographie der alten Menschen eine zentrale Rolle zukommt. Im Netz findet sich eine pdf-Datei eines Artikels von Ingrid Popp, in dem die wesentlichen Aspekte dieser Methode zusammengefaßt sind. Wer auf den Titel unter diesem Artikel klickt, kann sich das alles einmal genauer durchlesen.

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Quiz 1938

Dieses Quiz für alle, die Jahrgang 1938 sind, ist als Spiralbuch für ca. 10 Euro erhältlich. Es enthält viele Fragen, die sich an die alten Menschen richtet, die damals ihre Kindheit und Jugenderfahrungen gemacht haben. Es geht also um populäre zeitgeschichtliche Ereignisse aus Sport, Politik und Kultur oder einfach nur um den Alltag.

Veröffentlicht in: on Juni 30, 2008 at 8:06 pm  Kommentare (2)  

„Selling democracy“……..

So heißt eine Box mit zwei DVDs, die bei der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpd.de) für 6 Euro erhältlich ist (Porto ist frei, Ware wird auf Rechnung versandt). Darauf enthalten sind insgesamt 23 Kurzfilme aus den Jahren 1948 bis 1953, mit deren Hilfe in der unmittelbaren Nachkriegszeit versucht wurde, den Deutschen die Demokratie „beizubringen“. Das hat meist den Charakter von Lehr- oder sogar Werbefilmen, was aus heutiger Sicht manchmal auch etwas komisch wirkt. Besonders interessant ist ein Kurzfilm einer alten Frau aus Dortmund, die mit einer alten Super8-Kamera „ihr“ Dortmund während der Nachkriegszeit gefilmt hat. So gewinnt man einen unmittelbaren Eindruck über die Situation zu dieser Zeit, die auch noch aus dem „off“ von ihr kommentiert wird. Es wird z.B. ein ihr bekannter Arzt gezeigt, der in einem stark zerstörtem Haus wohnt und über die Trümmer zu seinen Patienten gehen muß. Viel authentischer geht es kaum. Viele alte Menschen werden bei dem Ansehen dieses Films die Lebensbedingungen zu ihrer Jugendzeit „wiedererkennen“.

Veröffentlicht in: on Juni 6, 2008 at 5:36 pm  Hinterlasse einen Kommentar  

Alte Ufa-Schlager

Die Berliner Filmgesellschaft ufa produzierte zwischen 1919-1945 zahlreiche populäre Filme. Nach der Stummfilmzeit, waren die noch heute bekannten seichten (z.T. noch operettenhaften) Schlager, das Markenzeichen. In vielen Filmen mußten die Schauspieler auch singen und die Filmmusik entwickelte sich schnell zu Gassenhauern. Bekannte Filme sind z.B. :“Die drei von der Tankstelle“, bekannte Schauspieler und Sänger etwa Heinz Rühmann oder Ilse Werner und viele andere mehr, die auch in der Nachkriegszeit weiter tätig waren. Während der Nazizeit dienten viele Filme und Schlager auch als „Durchhaltelieder“ für die schlechten Zeiten. Ein Beispiel dafür ist: „Davon geht die Welt nicht unter.“ von Zarah Leander(Die ufa war nach der Machtergreifung praktisch ein Teil des Propagandaministeriums). Billige Zusammenstellungen auf Cd sind leicht zu bekommen. Mehr Informationen über die ufa gibt es natürlich bei Wikipdia.

Ich hatte einmal auf dem Flohmarkt das Glück, eine ganze LP-Box mit ausführlichem Beiheft billig zu bekommen (siehe Foto unten).

Veröffentlicht in: on Juni 1, 2008 at 3:02 pm  Hinterlasse einen Kommentar  
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